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Hoch über dem Engadin

1500 Höhenmeter auf den Munt Baselgia sind doch etwas viel, daher beschliessen wir, mit dem Macun-Taxi bis zur Waldgrenze auf 2200 Meter zu fahren. Bereits hier bietet sich eine wunderbare Aussicht auf das Oberengadin und den Ofenpass. Das Wetter ist toll und wir nehmen die knapp 800 Höhenmeter in Angriff. Anfangs wandern wir  mit einer angenehmen Steigung und bald erreichen wir eine kleine Ebene, die sich für eine kurze Rast anbietet. Hier tanken wir noch einmal Kraft für den letzten Schlussaufstieg auf den Munt Baselgia der Kondition und Trittsicherheit fordert.

Nach 2 1/2 Stunden und nach Überwindung von Schutt und Felsbändern erreichen wir den höchsten Punkt auf 2945 Metern.

Die Aussicht ist überwältigend, vor uns liegt die Macuner Seenplatte die seit 2000 zum Nationalpark gehört. Nach Osten öffnet sich das Ofenpassgebiet mit dem italienischen Ortler-Massiv und im Süden ist die mächtige Berninagruppe unübersehbar.

Hier machen wir Rast, der mühsame Aufstieg ist vergessen und wir geniessen die tolle Aussicht.

Der Abstieg über den Blockgrat zur Fuorcletta da Barcli fordert noch einmal Trittsicherheit  und Konzentration bevor wir  die Seenplatte erreichen. Jetzt im Herbst bechränkt sich die Vegetation nur noch auf Wollgras, aber im Frühsommer blüht in den Schneetälchen der Gletscher-Hahnenfuss und der seltene Pymäen-Hahnenfuss, der nur noch auf Macun vorkommt.

Bald erreichen wir den Lai dal Dragun (Drachensee), von dem die Legende erzählt, dass hier ein Drache haust, der hin und wieder ein entlaufenes Rind im See versinken lässt. Noch mehr interessiert uns aber der wunderbare Blick gegen das Silvretta-Massiv.

Hinter dem See wandern wir entlang der Nationalpark-Grenze in Richtung Alp Zeznina. Der Abstieg ist recht steil. Nach 6 Stunden, zwar müde aber mit wunderbaren Eindrücken erreichen wir Lavin

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